ATIS UHER

PfefferminzGreen e.V. - ATIS hilft helfen!

 

Gründung und Sponsoring des THEZA-Projektes

Bereits im Sommer 2006 haben Gespräche zwischen ATIS systems und PfefferminzGreen e.V. deutlich gemacht, dass ATIS systems gerne ein Hilfsprojekt in Südafrika unterstützen möchte.


THEZA-Idee

In Gesprächen mit Naledi & Thebe Shale (den heutigen Projektmanagern) wurde schnell deutlich, dass es Möglichkeiten für eine ausgewählte, stark betroffene Gemeinde in und um Kei Road in Südafrika gibt, Armut, Arbeitslosigkeit und HIV/AIDS zu bekämpfen. Durch ihre Tätigkeit als Traditional Healer (traditionelle Heilkünstler) erfahren Naledi und Thebe Shale vieles über die Lebensumstände Betroffener. Zahlreiche Personen kommen zu ihnen mit den Problemen und bitten um Rat. In ihrer Rolle als Vertrauensperson der Gemeinde fällt es ihnen leicht, Probleme zu identifizieren und somit Lösungen zu suchen.

 

 

THEZA-Maßnahmen

Aufzucht von Saanen-Ziegen

 

Die Saanen-Ziegen sind eine Gattung Ziege, deren Milch besonders bekömmlich für HIV/AIDS-Infizierte ist, da sie im Gegensatz zu Kuhmilch oder der Milch anderer Ziegen, besser von den Betroffenen aufgenommen werden kann. HIV/AIDS führt zu einer Schwächung des Immunsystems, wodurch der Körper herkömmliche Milch schwerer verarbeiten kann. Außerdem enthält die Milch dieser Ziegen besonders förderliche Nährstoffe für HIV-infizierte Personen. Durch die Aufzucht werden Arbeitsplätze geschaffen und somit der Teufelskreis bestehend aus Armut und HIV/Aids unterbunden.

Gemüsegarten

In Afrika werden seit Jahrhunderten verschiedene Bodenerzeugnisse und Pflanzen für den alltäglichen Gebrauch verwendet. Nicht nur als Nahrung, sondern auch für die Herstellung von Medizin, für den Bau der Unterkünfte, als Brennmaterial etc. Naledi und Thebe Shale nutzen diese natürlichen und ursprünglichen afrikanischen Lebensformen, um möglichst kostengünstig, dabei aber auch nachhaltig, die Lebensumstände der Menschen zu verbessern.

Im Theza-Projekt wird deshalb versucht, Erkenntnisse um diese traditionelle Lebensart weiterzugeben, wie z.B. durch das gemeinsame Bearbeiten und Nutzen von Gemüsegärten. Zahlreiche arme und hilfsbedürftige Familien, u.a. auch von Kindern geführte Haushalte, können auf diese Weise ernährt werden. In 2007 wurde eine Haupternte eingebracht. Der Anbauertrag bestand aus Morogo (Spinat), Mais, Karotten, Rüben, Kohl.

Child-Headed Households

THEZA betreut derzeit vier Child-Headed Households (CHH). Hierbei handelt es sich um Haushalte, in denen sich die älteren Kinder um die jüngeren Geschwister kümmern, nachdem beide Elternteile gestorben sind. Falls keine Onkels, Tanten oder Nachbarn existieren, die den Kindern helfen können, sind diese Kinder auf sich alleine gestellt. THEZA unterstützt die Kinder nicht finanziell, sondern insbesondere bei der Verarbeitung seelischer Belastungen. Den Kindern wird bei alltäglichen Schwierigkeiten im Haushalt, bei Hausaufgaben oder sonstigen Fragen geholfen. Die CHH finden in THEZA eine Anlaufstelle, in der ihre Probleme ernst genommen werden und ihnen geholfen wird, soweit es möglich ist. Zusätzlich werden diese Haushalte durch Erzeugnisse des THEZA-Projekts unterstützt (Milch, Gemüse).

THEZA als Beratungszentrum für HIV/AIDS-Betroffene
Seit Beginn von THEZA sind sich durch den Aufbau des Projekts zahlreiche Menschen begegnet, die mit ähnlichen sozialen Problemen belastet sind. HIV/AIDS ist dabei ein häufig vorkommendes Problem. In Südafrika wird noch immer ungern über dieses Thema gesprochen. Die HIV/AIDS-Rate im Ostkap ist eine der höchsten des Landes. Besonders aber in kleinen Dörfern schweigen Familien über die Betroffenheit, meist aus Angst, von der Gemeinde verstoßen zu werden. Die Ausgrenzung eines Infizierten ist nicht nur für den Erkrankten eine emotionale und psychische Last. Auch die Familien leiden unter dem Druck. Das Schweigen sowie die Ausgrenzung verschlimmern meist die Lebenssituation der Betroffenen. Viele Familien sichern ihr Überleben durch gegenseitige Unterstützung. Aus Angst vor der Krankheit ist ein solches Leben nach der Philosophie Ubuntu nicht mehr möglich. THEZA fungiert vor diesem Hintergrund als eine Begegnungsstätte für HIV-Infizierte, sowie auch für ihre Angehörigen.

Workshops

Die Projektmanager haben in den letzten Monaten einige Mitarbeiter auf Seminare geschickt, in denen sie über Landwirtschaft, Entwicklung und weitere wichtige Themen lernen konnten. Auch innerhalb des Theza-Projektes werden regelmäßig Workshops gehalten zu Themen, wie z.B. Landwirtschaft, Ziegenhaltung etc.